Verschiedene Übungen dienen der Kräftigung der Beinmuskulatur und insbesondere der Stabilisierung der Kniescheibe, wodurch ein Patellaspitzensyndrom vermieden werden kann. Aber auch nach einer erfolgten Operation aufgrund eines Patellaspitzensyndroms, oder als konservative Therapie werden Übungen eingesetzt, die insbesondere der Kräftigung des Musculus quadrizeps, dem stärksten Muskel des Oberschenkels, dienen.
Verschiedene Übungen dienen der Kräftigung der Beinmuskulatur und insbesondere der Stabilisierung der Kniescheibe, wodurch ein Patellaspitzensyndrom vermieden werden kann.
Aber auch nach einer erfolgten Operation aufgrund eines Patellaspitzensyndroms, oder als konservative Therapie werden die folgenden Übungen eingesetzt.
Die erste Übung dient insbesondere der Kräftigung des Musculus quadrizeps, dem stärksten Muskel des Oberschenkels. Hierbei befindet sich der Patient in
Eine weitere Übung ist der seitliche Step-up. Diese dient der gesamten Kräftigung des Oberschenkels und stellt eine gute alternative zu der statischen vorigen Übung dar. Um diese Übung durchzuführen benötigt man einen Stepper, der ca. 10cm hoch sein sollte.
Aufgrund dieser unterschiedlichen Höhe dient im Folgenden der gesamte Körper als Gegengewicht. Nun wird das verletzte Bein auf dem Stepper langsam gestreckt, sodass sich das auf dem Boden stehende Bein von der Unterlage abhebt.
Eine Weitere Übung ist das Sitzen an der Wand. Diese Übung ist wieder statisch und trainiert den Musculus Quadrizeps.
Diese Übung kann mithilfe eines Balles im Rücken noch erschwert werden. Der Ball wird dabei zwischen Rücken und Wand eingeklemmt. Dann rollt der Patient mit dem Ball langsam nach unten, bis etwa ein 90° Winkel zwischen Ober- und Unterschenkel erreicht ist. Die Füße sollten dabei immer parallel und flach auch dem Boden stehen. Dann richtet sich der Patient wieder auf. Auch hier reichen 3 Mal 15 Wiederholungen in der Regel aus.
All diese Übungen sollten nicht zu früh nach einer Operation durchgeführt werden. Auch sollten sich die Patienten nicht überlasten, sondern die Weiderholungen und Dauer der einzelnen Übungen langsam steigern. Die angegeben Wiederholungen dienen als orientierendes Ziel und sollten nicht direkt zu Beginn eines Trainings erzwungen werden.
Die Physiotherapie und Krankengymnastik stellen eine wichtige Säule der therapeutischen Behandlung des Patellaspitzensyndroms dar (siehe: Therapie eines Patellaspitzensyndroms).
Neben bestimmten Übungen beinhaltet die Physiotherapie/ Krankengymnastik unter anderem Kälte –und Wärmebehandlungen.
Letzt genannte Behandlungsoptionen fördern die Durchblutung im Bereich der Patellasehne und optimieren damit die Versorgung der Patella, sodass die Symptomatik des Patellaspitzensyndrom gelindert werden kann.
Die Physiotherapie ist vor allem nach operativen Eingriffen aufgrund eines Patellaspitzensyndroms indiziert. Primäre Ziele der physiotherapeutischen Übungen sind dann die Stärkung der Muskulatur mit speziellen Kraftübungen und die Verbesserung der Koordination.
Der Behandlungszeitraum bewegt sich zwischen 2 bis 8 Wochen nach der Operation und wird in der Intensität individuell an den Patienten angepasst.
In den ersten Wochen steht das Krafttraining mit speziellen Übungen, vor allem für die Oberschenkelmuskulatur, auf dem Plan, danach sollten vermehrt Laufübungen und Kraftübungen mit gesteigerter Intensität auf dem Physiotherapie-Programm stehen.
Allgemein sollen die Übungen für die Kraft und Stabilisierung des Kniegelenks das Ziel der Rückgewinnung des präoperativen Zustandes verfolgen, also eine bestmögliche Genesung zu erlangen. Ein weiterer Aspekt der Physiotherapie/ Krankengymnastik ist zudem der Einsatz der Stoßwellen –und Elektrotherapie.
Die Durchführungen von Dehnübungen sind besonders unter dem prophylaktischem Hintergrund wichtig, also um einem Patellaspitzensyndrom vorzubeugen.
Diese Prophylaxe erweist sich im Allgemeinen als die beste Therapie. Eine entscheidende Rolle spielt unser Oberschenkelmuskel, der sogenannte M. quadriceps, welcher aus 4 Muskelteilen besteht.
Die sehnigen Anteile des medialen Muskeltraktes ziehen nämlich über die Patella hinweg und gehen dann in das Ligamentum patallae über. Übungen am Oberschenkelmuskel haben daher also eine direkte Auswirkung auf die Patella, von der die Beschwerden bei einem Patellaspitzensyndrom ausgehen. Ein regelmäßiges Dehnen des M. quadriceps kann zu einer nennenswerten Reduktion der Druck –und Zugbelastung während bestimmter Bewegungen auf die Patella führen.
Außerdem wird durch das Dehnen die Muskulatur „geschmeidig gehalten“ und der Muskeltonus, also der generelle Spannungszustand des M. quadriceps, reduziert, sodass es zu weniger Reizzuständen in der Patellaregion kommt.
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