Tamarinde wird besonders in Form von Mus, das aus den reifen Früchten gewonnen wird, eingesetzt. Es gilt als sanftes Abführmittel.
Schmetterlingsblütenartige, Johannisbrotgewächse
Indische Dattel, Sauerdattel
Immergrüner Baum der eine stattliche Höhe erreichen kann. Seine Heimat ist Afrika, in Kulturen angebaut wird er auch in vielen anderen tropischen Gebieten. Die Baumkrone reich verzweigt und dicht belaubt. Die Blätter paarig gefiedert und mit zahlreichen Fiederblättchen versehen. Die weißen, kleinen Blüten entwickeln sich aus rötlichen Knospen und sitzen endständig in Trauben.
Die Früchte entwickeln sich als gestielte, fleischige, kaffeebraune Fruchte, kurz gestielt und scharf zugespitzt. Sie können bis zu 20 cm lang werden. Im Inneren findet sich ein weißes Fruchtmus (Tamarindorum pulpa) und 1 bis 10 Samen.
Das Mus aus den Früchten (Tamarindenmus).
Die reifen Früchte werden geerntet und geschält. Das Mus wird mit Wasser vermischt abgesiebt und dann bis zur Konsistenz eines dicken Saftes eingedampft. Man konserviert mit Rohrzucker.
Fruchtsäuren, Invertzucker
Tamaridenmus ist ein mildes und schonendes Abführmittel. Es hält Flüssigkeit im Darm zurück und wirkt dadurch abführend. Früher war es als Abführmittel für Kinder bekannt, heute spielt es kaum mehr eine Rolle.
Durch Mischen mit anderen Abführmitteln wie Sennesblättern, Faulbaumrinde oder medizinischen Rhabarber kann man die Wirkung erhöhen.
Nebenwirkungen sind nicht bekannt. Aber auch hier gilt von einem Dauergebrauch abzusehen.
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